Holi – das Fest der Farben

Mit Holi wird der Frühling begrüßt. Es ist ein Freudenfest ohne tieferen Hintergrund. Deshalb ist der Beitrag ein Augenschmaus und der Entspannung dienlich.

Seinen Namen hat Holi von der Dämonin Holika. Sie war die Tante von Prahlad, der wiederum der Sohn des Dämons Hiranyakashipu war. Dieser hatte angeordnet, dass nur er allein zu verehren sei. Sein Sohn widersetzte sich dem und verehrte Vishnu. Holika hatte die Gunst, dass Feuer ihr nichts anhaben konnte. Ihr Bruder bat sie, Prahlad zu verbrennen. Sie nahm ihn auf ihren Schoß, doch es verbrannte nicht Prahlad, sondern sie selbst. So beginnt Holi in der Vollmondnacht des Monats Phalguna (Februar/März) mit einem Freudenfeuer. (Über Hiranyakashipu lesen Sie auf meiner Mythenseite unter ‚Die Mythen der Avatare Vishnus/Mannlöwe‘.)

In der Region um Mathura/Vrindavan wo Krishna geboren wurde und aufwuchs geht das Fest auf die Legende um die Dämonin Putana zurück. Sie sollte Krishna töten. Als Amme verkleidet wollte sie Ihn mit ihrer giftigen Milch stillen, doch Er saugte ihr das Leben aus. Seine Haut wurde durch das Gift allerdings blau. Später, als Krishna Sich in Radha verliebte, fragte Er Seine Mutter, warum sie nicht auch blau sei. Genervt gab die Mutter zur Antwort, Er könne Rada mit jeder Farbe die Ihm beliebe bemalen. (Über Krishnas Leben lesen Sie auf meiner Krishna Seite)

Krishna ist in den Mythen als Butterdieb bekannt. Stets kletterte Er auf Schränke, um an das Butterfass zu gelangen. In Gujarat und Maharashtra werden Gefäße aufgehängt und über eine menschliche Pyramide versucht man, an das Gefäß zu kommen.

Im Norden, in Uttarakhand, geht es etwas ruhiger zu, dort feiert man ein musikalisches Holi.

In Karnataka wird Holi mit Musik und Tanz begangen. Berühmt ist der Jäger Tanz, Bedara Vesha, in dem Ort Sirsi.

 

            
            
          
      

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