Von den Veden zum Hinduismus

Aus dem uralten Gedankengut der Veden hat sich der Hinduismus entwickelt. Der ursprüngliche Name dieses ehrwürdigen Lebensweges lautet Sanatana Dharma, die ewige Ordnung – Metaphysik, Philosophie, Religion, Leben, Ethik, Moral.

Sanskrit, in dem die Schriften verfasst wurden, ist die älteste Sprache der Welt, die Mutter aller Sprachen.

Buddhismus, Sikhismus und ein Stück weit Jainismus und Zoroastrismus sind aus Sanatana Dharma entstanden. Den Jainismus gab es schon in der Zeit des Rig Vedas. Hinweise auf Rishabha, den ersten Thirthankara und Gründer, wurden in Mohenjadaro/Harappa bei Ausgrabungen gefunden.

Der Hinduismus ist eine dynamische, lebendige Wirklichkeit. Seine Stärke liegt darin, alles anzunehmen und in sich aufzunehmen. Im Gegensatz zu den Abrahamischen Religionen, die ablehnen, was ihnen fremd ist.

Jeder der die Wahrheit sucht ist ein Hindu. Es gibt nur einen Gott und nur eine Wahrheit.

Der Rig Veda verkündet in I.164.46
Ekam Sat, Viprah Bahudha VadantiVielfach benennt der Mensch, was nur eines.

Der Hinduismus erlaubt jede Freiheit in Bezug auf Gedanken und Handlungen. Der Hinduismus verbietet niemandem, etwas in Frage zu stellen. Man diskutiert Advaita (Nicht-Zweiheit – Subjekt und Objekt sind eins) Philosophie und Dvaita (Zweiheit – Subjekt und Objekt sind getrennt) Philosophie. Der Hinduismus straft niemanden ab, wenn er etwas ‚Unpassendes‘ schreibt oder ein bestimmtes Ritual nicht ausführt.

Mahatma Gandhi stellte fest, dass selbst der Atheist sich Hindu nennen könne. Das ist wahr, die Charvaka Philosophie verneint die Existenz eines Gottes, sieht Religion als eine Irrung.

Voltaire schrieb: Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, daß Sie sie äußern dürfen. Der Hinduismus steht dafür exemplarisch.

Wann der Hinduismus entstand weiß niemand. Nach den Mythen gibt es ihn seit Jahrmillionen, nach dem deutschen Indologen Max Müller ist er 8.000 – 9.000 Jahre alt. Seine Wurzeln lassen sich bis in die Indus Tal Zivilisation zurückverfolgen.

 

Von Ed Vishwanathan – übersetzt mit freundlicher Genehmigung von boloji.com

            
            
          
      

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