Das Universum

Zwei Dialoge aus der Brihadaranyaka Upanishade
zwischen der Philosophin Gargi und dem Weisen Yajnavalkya.

Brihadaranyaka Upanishade III.8

Gargi: ‚Oh Yajnavalkya, das, von dem sie sagen, es ist über dem Himmel, unter der Erde und zwischen dem Himmel und der Erde, das, was sie Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft nennen, in was ist das eingewoben?‘

Yajnavalkya: ‚Das, von dem sie sagen, es ist über dem Himmel, unter der Erde und zwischen dem Himmel und der Erde, das, was sie Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft nennen, das ist in den Raum eingewoben.‘

Gargi: ‚Oh Yajnavalkya, das, von dem sie sagen, es ist über dem Himmel, unter der Erde und zwischen dem Himmel und der Erde, das, was sie Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft nennen, in was ist das nun eingewoben?‘

Yajnavalkya: ‚Das, von dem sie sagen, es ist über dem Himmel, unter der Erde und zwischen dem Himmel und der Erde, das, was sie Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft nennen, das ist in den Raum eingewoben.

Gargi: ‚Und in was ist der Raum eingewoben?‘

Die Vedischen Denker nannten die Erde Kugel und das Universum Ei, genauer gesagt, das goldene Ei, den Schöpfungskeim, Hiranyagarbha.

Brihadaranyaka Upanishade III.6

Gargi: ‚Oh Yajnavalkya, wenn alles in Wasser eingewoben ist, in was ist dann Wasser eingewoben?‘

Yajnavalkya: ‚In Luft.‘

Gargi: ‚In was ist Luft eingewoben?‘

Yajnavalkya: ‚In Raum.‘

Gargi: ‚In was ist Raum eingewoben?‘

Yajnavalkya: ‚In die Welten der Gandharva.‘

Gargi: ‚In was sind die Welten der Gandharva eingewoben?‘

Yajnavalkya: ‚In die Welten der Sonne.‘

Gargi: ‚In was sind die Welten der Sonne eingewoben?‘

Yajnavalkya: ‚In die Welten des Mondes.‘

Gargi: ‚In was sind die Welten des Mondes eingewoben?‘

Yajnavalkya: ‚In die Welten der Sterne.‘

Gargi: ‚In was sind die Welten der Sterne eingewoben?‘

Yajnavalkya: ‚In die Welten der Götter.‘

Gargi: ‚In was sind die Welten der Götter eingewoben?‘

Yajnavalkya: ‚In die Welten Indras.‘

Gargi: ‚In was sind die Welten Indras eingewoben?‘

Yajnavalkya: ‚In die Welten Prajapatis.‘

Gargi: ‚In was sind die Welten Prajapatis eingewoben?‘

Yajnavalkya: ‚In Hiranyagarbha.‘

Gargi: ‚In was ist Hiranyagarbha eingewoben?‘

Yajnavalkya: ‚Überfrage nicht Gargi, damit der Kopf dir nicht zerspringe.
Über Hiranyagarbha hinaus frage nicht.‘

 

Das Leben ist im Wasser (apa) entstanden, der größte Teil der Erde ist von Wasser bedeckt. Wasser ist die Grundlage des Lebens.

Luft (vayu) wird der Freund des Wassers (apasakha) genannt.
Die Luft ist der Lebensodem (prana).

Raum (antariksha), der Bereich zwischen Himmel und Erde.

Gandharva, die Mittler zwischen den Menschen und den Himmlischen,
in manchen Werken werden sie auch als die Sonnenstrahlen genannt.

Sonne (aditya) Mond (chandra), Götter (deva).

Indra, der Herr des Himmels.

Prajapati, der Schöpfer.

Hiranyagharba, der Keim der Schöpfung.
Darüber hinaus zu fragen ist unangemessen (anatiprashnya).

 

Von Dr. Rati Saxena – übersetzt mit freundlicher Genehmigung von boloji.com

            
            
          
      

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